Aufzeigen eines klaren Weges für die Digitale Transformation

T.A. Cook ermittelte für eine Raffinerie und ein Chemiewerk in Houston, Texas, ein jährliches Verbesserungspotenzial zwischen 40 und 53 Millionen Dollar. Die mit Abstand größten Gewinne, die sich auf die Gesamtanlageneffektivität (OEE) - ein Maß für die Kapitalrendite - auswirken, lassen sich dabei mit digitalen Lösungen erzielen.

20-24 Mio. $

Verbesserungspotential: Kann durch die Einführung neuer digitaler Lösungen erschlossen werden

13 Mio. $

Jährlicher Mehrumsatz durch OEE-Verbesserung

Herangehensweise

Nachdem T.A. Cook von dem Standort gebeten wurde, sich mit der Automatisierung und Verbesserung der Effizienz von Prozessen zu befassen, führte das Beratungsunternehmen neben einer Instandhaltungs- und Reliability-Analyse auch ein Digital Maturity Assessment durch. Die Untersuchung ergab, dass der Zeitaufwand für Hands-on-Tools bei etwa 45 Prozent lag, zurückzuführen auf ungenügende Planungstechniken, mangelhaftes Verhalten der Frontline-Techniker vor Ort und unzureichende Vorbereitung des Standortes auf Reparaturarbeiten.

T.A. Cook fand auch heraus, dass der Führungsstil überwiegend reaktiv war und die Vorgesetzten nur 10 Prozent ihrer Zeit mit der proaktiven Supervision ihres Teams verbrachten. Stattdessen verbrachten sie den Großteil ihrer Zeit, etwa 57 Prozent, mit Verwaltungsaufgaben.

Zudem ergab die Analyse, dass das Reliability-Programm des Unternehmens zwar über gute Prozesse und Unterlagen verfügte, aber nicht effektiv verwaltet und durchgeführt wurde. Dies führte in der Folge zu umfangreichen zu korrigierenden Instandhaltungsarbeiten und ungeplanten Stillständen.

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Standort viele erstklassige Möglichkeiten seines Instandhaltungssystems SAP nicht nutzte, weil die Mitarbeiter sie nicht kannten. Außerdem wurden Systeme verwendet, die nicht vollständig in SAP integriert und so unterschiedlich waren, dass es keine einheitliche Datenbasis gab. Und da die Instandhaltungs- und Kostendaten in mehreren Systeme verteilt waren, fehlte es an Transparenz.

Nach Abschluss der ersten Analyse wurden die Ergebnisse mit dem Instandhaltungsteam des Unternehmens diskutiert und Verbesserungsmaßnahmen vereinbart. Außerdem wurde eine Bewertung des Nutzenpotenzials vorgenommen, konkrete Empfehlungen zur Erreichung dieses Potenzials gegeben und ein Umsetzungsprojekt erstellt.

Ergebnisse


Digitaler Verbesserungsplan


Die Kosten für die Aufrüstung der vorhandenen Geräte, Systeme und der Software werden in einer ersten Empfehlung auf etwa 5 Millionen Dollar geschätzt. Die damit verbundenen finanziellen Vorteile sind jedoch enorm (20 - 24 Millionen Dollar). Davon können etwa 19 Millionen Dollar jährlich durch Online-Zustandsüberwachung und automatisierte vorausschauende Analysen erzielt werden. Ein jährlicher Mehrumsatz in Höhe von etwa 13 Millionen Dollar könnte allein durch die Verbesserung der OEE erzielt werden. Durch die Ausweitung des Programms auf den gesamten Standort werden die Vorteile noch weiter wachsen.

Die Analyse ergab zwar erhebliche Vorteile in den Bereichen Instandhaltung und Reliability in Höhe von 5,4 bis 10 Millionen Dollar bzw. 15 bis 19 Millionen Dollar, doch das größte Verbesserungspotential ließe sich im digitalen Bereich erzielen.

Um dieses Verbesserungspotential zu realisieren, wurden vier zentrale Hebel für Verbesserungen vereinbart. Dazu gehört die Implementierung einer Echtzeit-Überwachungslösung mit autonomen Vorhersagemodellen, die vordefinierte Ausfallmodi untersuchen und den aktuellen und zukünftigen Zustand der Anlagen bestimmen.

Ein weiterer Hebel ist die Digitalisierung des Work Order Managements durch den Einsatz einer integrierten mobilen Lösung und die Erfassung von Instandhaltungsarbeiten und Reliability-Daten. Dadurch wird der Verwaltungsaufwand verringert und die Meister und Schichtleiter können mehr Zeit vor Ort verbringen. Außerdem wurde vereinbart, die Berichterstattung durch den Einsatz von Bots zu automatisieren und die Integration zwischen den Instandhaltungsanwendungen zu verstärken, um eine einheitliche Datenbasis innerhalb von SAP für Instandhaltungsinformationen zu schaffen.

Die Schätzung eines vorläufigen Zeitplans für die Erreichung dieser Ziele beläuft sich auf 18 Monate.

"Durch die Einführung digitaler Lösungen und die Automatisierung von Prozessen können Sie komplexe Aufgaben leichter bewältigen, menschliche Ineffizienzen beseitigen und Verbesserungen erzielen. Ob es nun darum geht, eine mobile Lösung zu nutzen, anstatt etwas auf einem Blatt Papier zu dokumentieren, oder automatisierte Echtzeitberichte zu erstellen, für die man früher Tage brauchte - alles wird so viel effizienter."

Tim White, Principal bei T.A. Cook

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