Europäischer Hafenbetreiber verbessert Anlagenauslastung und senkt Kosten

Einer der größten Hafenbetreiber der Welt plante, die Beschaffungsausgaben und den administrativen Aufwand an ausgewählten Containerfrachtstandorten zu reduzieren. Die Zeit für die Abfertigung von Schiffen und die "Kosten pro Bewegung" sollten minimiert und gewerkschaftlich organisierte Arbeitskräfte für den Betrieb von automatischen und halbautomatischen Be- und Entladesystemen eingesetzt werden. Das Unternehmen wandte sich an T.A. Cook, um kritische Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren und einen detaillierten Plan für die Projektumsetzung zu erstellen. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:

15%

Einsparungen* durch die Aufsetzung zukünftiger Energieverträge

10%

Reduzierung des Stundenlohns für Kontraktoren

7,5%

Einsparungen durch Änderung der Risikobewertung bei der Beschaffung und der Ausschreibungsregeln

c

Festlegung einer Zwei-Jahres-Vorausplanung

* like-for-like: bereinigt um Zu- und Verkäufe

Herangehensweise

Nach der Analyse aller beschaffungsrelevanten Aktivitäten wurde eine Vielzahl von kritischen Punkten aufgedeckt. Die Anlagen wurden nicht vollständig oder akzeptabel genutzt. In der Spezifikationsphase gab es keine ausreichende Must-have- vs. Nice-to-have-Analyse. Verträge für Fremdarbeiter waren veraltet, unangemessen oder übermäßig hoch. Darüber hinaus gab es eine erkennbare Nachfrage nach Anlagengütern und Dienstleistungen, die nicht dem tatsächlichen Bedarf entsprach. Obwohl der Investitionsentscheidungsprozess gut kontrolliert wurde, bestimmten schlechte Betriebsdaten und fehlerhafte Annahmen den Prozess. Die Lebensdauer-Kostenrechnung wurde nicht in vollem Umfang angewandt, insbesondere bei Ersatzteilen aus dem Ausland, und Energie wurde auf dem Spotmarkt gekauft, ohne dass langfristige Trends und Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt wurden.

Das Team stellte fest, dass ein besseres Verständnis der Anlagenleistung und der Erwartungen zu erheblichen Kostensenkungen und einer besseren betrieblichen Auslastung führen würde. Außerdem könnte der Einkauf durch eine frühzeitige Information über die  technische Planungsphase die Effizienz der Beschaffung verbessern und Kosten senken.

Ergebnisse

Durch den Vergleich von Arbeitsinhalten, Ergebnissen und Best Practices mit beschaffungsbezogenen Ausgaben wurde ein idealer Beschaffungsprozess definiert. Nach der Einführung von täglichen Kontrollen der Anlagen- und Ausrüstungsplanung führten neue Maßnahmen zur Anlagenauslastung und Wartungsrichtlinien zu einer Reduzierung der stündlich bezahlten Fremdarbeiter um 10 Prozent. Die Etablierung einer schlankeren Verwaltung und eine hafenübergreifende Zusammenarbeit führten zu Einsparungen bei der Beschaffung. Durch die frühe Einbeziehung des Einkaufs in die technische Planungsphase richtete T.A. Cook die Rollen und Verantwortlichkeiten in der Beschaffung neu aus, erstellte ein hafenübergreifendes Konsolidierungsprogramm und initiierte Must-have vs. Nice-to-have-Analysen in der Spezifikationsphase. Darüber hinaus wurden Konsolidierungs- und Preisoptimierungsprozesse implementiert und die Analyse der geplanten und tatsächlichen Wartungskosten auf die gesamte Lebensdauer der Anlage ausgeweitet.

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