Konsequente Adressierung von Lücken in der Instandhaltungsstrategie hinsichtlich Anlagenausfallsicherheit führen zu einem Einsparpotential von 11 Millionen Dollar

Ein weltweit tätiger Chemiekonzern bat um eine Evaluierung seiner bestehenden Instandhaltungs (IH)- und Reliability-Programme. Ziel der Analyse war es, Reduzierungen von Fixkosten zu erzielen. Dabei beabsichtigte der Kunde, sich auf die Profitabilität des Standortes auswirkende Verbesserungen in Höhe von 5 Millionen Dollar und mehr zu erarbeiten.

5 Mio. $

Senkung der korrektiven IH-Kosten durch spezifischere Anlagenstrategien

1,5 Mio. $

Kosteneinsparung durch spezifisches Adressieren der Hauptursachen ungeplanter Stillstände

0,5 Mio. $

Einführung agiler, präventiver Maintenance-Programme, die sich je nach Markt- und Produktions- anforderungen ändern können

4 Mio. $

Erhöhte Verfügbarkeit durch verbesserte Anlagenzustände

Herangehensweise

Die Ausführung richtiger Anlagenstrategien ist eine Voraussetzung für die Zuverlässigkeit von Equipment. Diese sind jedoch häufig unzureichend definiert – entweder sie wurden nicht für alle Equipments definiert oder nur sehr allgemein. Dies resultiert in ineffektiven oder falschen Wartungsarbeiten, was zu einem hohen Reparaturaufwand führen kann, obwohl proaktiv gearbeitet wird. T.A. Cook setzte seine erprobten und tiefgreifenden Analysemethoden ein, um Verbesserungspotentiale zu ermitteln. Diese wurden in einem standortweiten Implementierungsplan zusammengefasst, um die Instandhaltungseffektivität des Kunden aus dem Chemiesektor kontinuierlich zu verbessern.

Während der Analyse stellten unsere Experten fest, dass in den vergangenen drei Jahren 88 Prozent aller IH-Stunden korrigierender Natur waren. Die Analyse ergab zudem, dass nur wenige präventive und proaktive Anlagen-Strategien existierten. Diese geringe Anlagen-Reliability führte zu einer mechanischen Verfügbarkeit von rund 60 Prozent bei sehr hohen Instandhaltungsausgaben. Die Analyse ergab ebenfalls, dass die Top 25 "Bad Actors" den Großteil aller reaktiven IH-Arbeiten mit jährliche Ausgaben von über 15 Millionen Dollar verursachten. Diese "Bad Actors" verschlangen etwa 10 Prozent des gesamten IH-Budgets, wobei fast 50 Prozent dieser Kosten auf rotierendes Equipment entfielen.

Ergebnisse

Gemeinsam mit einem Ingenieur-Team des Kunden konnte T.A. Cook Verbesserungsbereiche in vier verschiedenen Kategorien mit greifbaren Ergebnissen identifizieren (siehe Grafik). Die angewendeten Analysemethoden konzentrierten sich auf folgende fünf Hebel, deren Wirkung insbesondere auf die Steigerung der Instandhaltungseffektivität zielt:

1.    Standortweite Reliability-Vision, Reliability-Plan und Top-Management Unterstützung
2.    Etablierung einer notwendigen Reliability-Organisation
3.    Anlagen-Stammdaten, Equipment-Strategien und ein kontinuierlich fortlaufendes „Bad Actor“ Programm
4.    Einführung von Performance Management inkl. Anlagen- und Management-Kennzahlen
5.    Durchführung definierter Reliability-Strategien inkl. Asset Care.

Unser Expertenteam ermittelte einen potenziellen Nutzen in Höhe von 7 Millionen Dollar. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) in Form reduzierter IH-Fixkosten durch die Implementierung eines "Bad Actor"-Programms und die Implementierung agiler IH-Strategien sichtbar.

Sobald diese Schwerpunkte adressiert sind, können zusätzliche Produktionsmöglichkeiten in Form einer erhöhten Anlagenverfügbarkeit durch OEE (Overall Equipment Effectiveness)-Verbesserungen mit einem geschätzten zusätzlichen Benefit von 4 Millionen Dollar realisiert werden. T.A. Cook ermittelte ein Gesamtpotenzial von 11 Millionen Dollar und übertraf damit das ursprüngliche Ziel des Kunden um ein Vielfaches.

"Ziel einer Reliability-Analyse ist es, potenzielle Benefits zu identifizieren und einen umfassenden Implementierungsplan zur Verbesserung der Instandhaltungs-Effektivität zu entwickeln, indem Instandhaltungsdaten in nutzbare Informationen umgewandelt werden."

Gerardo Gutiérrez Velázquez, Senior Reliability Specialist bei T.A. Cook

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