Herausforderung / Kunde

Das Consulting-Unternehmen T.A. Cook zeigte bei einem Unternehmen der Spezialchemie Verbesserungspotenziale im Instandhaltungsmanagement von 2,9 Millionen Euro auf. Mit einem neuen Methodenansatz konnte dabei der Reifegrad der weltweit verteilten Instandhaltungsorganisationen vergleichbar bewertet werden. Zum ersten Mal in Europa arbeiteten dabei die Analysten mit Tablets, um die Hands-on-Tools-Daten, also die Zeit für typische Tätigkeiten während eines Arbeitstages, im Feld zu erfassen.

2,9 Mio. €

aufgezeigtes Verbesserungspotenzial im Instandhaltungsmanagement

10%

der Technikgesamtkosten als realisiertes Einsparpotenzial

c

Signifikante Erhöhung der technischen Anlagenverfügbarkeit

Herangehensweise

Für den industriellen Instandhaltungs-Check entwickelten die Spezialisten von T.A. Cook eine Toolbox, mit der sie die unterschiedlichen Standorte und Organisationseinheiten eines Unternehmens untersuchen können. Dazu wurde die bewährte Toolbox aus der Petrochemie mit den Elementen Daten- und Kostenauswertungen, Prozessanalysen, Feldstudien und Benchmarking an die Bedürfnisse der Spezialchemie angepasst. Es wurden u. a. elf verschiedene Key-Performance-Indikatoren erhoben und miteinander verglichen. Diese Leistungskennzahlen geben Hinweise auf den Zustand der Ablauforganisation. In Flussdiagrammen wurden sequentielle Abwicklungsprozesse analysiert, denn gerade hier entstehen die meisten unproduktiven Verlustzeiten. Sichtbar wurden außerdem Abstimmungsschwierigkeiten, Kommunikationsengpässe und Logistiklücken. 

Im nächsten Schritt untersuchten die Spezialisten das Mengengerüst von Meldungen, Aufträgen und Kosten und erhielten einen Überblick, wie Jobs vergeben und abgearbeitet werden. Weitere Informationen lieferten die Time-on-Tools-Studies. Hierbei messen die Spezialisten im Feld die tatsächliche Zeit, die wertschöpfend oder nicht wertschöpfend gearbeitet wird oder notwendig ist, um den Job ausführen zu können. Erstmalig wurden für diese Zeitaufzeichnungen explosionsgeschützte Tablets und eine eigenentwickelte App verwendet. Damit konnten die Zeiten deutlich genauer erfasst werden und der Arbeitsaufwand reduzierte sich um ca. 50 Prozent. Die anschließende Auswertung und der Vergleich mit Benchmarks gaben Hinweise auf den Zustand der Instandhaltungsorganisation. Alle Daten wurden anschließend stark aggregiert und auf die wesentlichen Dinge fokussiert, um dem Management eine Entscheidungsbasis für Veränderungen in der Instandhaltungsorganisation an die Hand zu geben. 

 

 

Ergebnisse

Im Mittel konnten, abhängig von Standort zu Standort, bis zu zehn Prozent des gesamten Technikvolumens durch eine Mischung aus Effizienzsteigerung, Fokussierung auf die wesentlichen Dinge und eine Überarbeitung der Wartungsroutinen erreicht werden. Dieses Straffen des Preventive-Maintenance-Programms einschließlich des Vermeidens aller unnötigen Reibungsverluste und Wartezeiten bei den Instandhaltern erhöhte die technische Verfügbarkeit der Anlagen signifikant und die Instandhaltungskosten sanken. Weitere Einsparpotenziale stecken im Hinterfragen von Entscheidungs- und Bearbeitungs-Routinen hinsichtlich Anlagenverbesserungen, der Standardisierung und Verfügbarkeit von Expertenwissen für andere Mitarbeiter.

"Wir besprechen mit einzelnen Managementebenen die Untersuchungsergebnisse und binden die Mitarbeiter bei der Erhebung der Daten in die täglichen Feedbackrunden ein. So stellen wir sicher, dass unsere Messergebnisse nicht falsch interpretiert werden und erzielen eine hohe Akzeptanz. Getreu dem Motto: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zum Erfolg."

Marco Wagner, Manager bei T.A. Cook

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