TAR Jahrestagung 2018 - Zeit zu handeln

TAR Jahrestagung 2018 - Zeit zu handeln

TAR Jahrestagung 2018 - Zeit zu handeln

Auf der etablierten TAR Jahrestagung trafen sich Führungskräfte, Projektleiter und Fachkräfte in Potsdam, um aktuelle Herausforderungen des modernen Stillstands-Managements zu diskutieren. Alle Teilnehmer waren sich einig: wer langfristig erfolgreich sein will, muss bereit sein, neue Wege zu gehen - und jetzt handeln.

von Thomas Cook

Neben klassischen Themen wie Fremdfirmenmanagement, Stillstandsplanung, Fortschrittsverfolgung, Arbeitssicherheit, Scope und Risikomanagement wurden zwei Hauptfragen in diesem Jahr immer wieder aufgegriffen: „Wie kann man, innerhalb des Unternehmens aber auch mit Externen, noch besser und reibungsloser kommunizieren und zusammen arbeiten“ und „Digitalisierung im Stillstandsmanagement – was hat sich bewährt, was kommt?“.

Insbesondere das Thema Digitalisierung stand bei fast allen Beiträgen im Fokus. So berichtete der Vertreter eines Chemiekonzerns, wie das gesamte Anlagenmanagement und damit auch die TAR-Planung mittels eines „digital twins“ optimiert wird, so dass die Zusammenstellung des Scope ein ganz neues Niveau bekommt: Die getaggten technischen Plätze sammeln die Informationen zwischen den Stillständen. Auch eine 3D-Visualisierung wird möglich, die in der Folge die Basis für weitere Anwendungen werden kann, sei es für „vorbeugende“ Sicherheitskoordination bereits in der Planungsphase, sei es als Entscheidungshilfe bei der Scheinausgabe oder aber für aussagekräftige Arbeitsabsprachen mit ausführenden Gewerken.

Mittels Augmented Reality wird darüber hinaus im Rahmen verschiedener Use Cases beabsichtigt, beispielsweise Equipment zu tracken oder den Anlagenzustand beim Abfahren zu visualisieren. Eine weitere interessante Case Study war die Einführung und Nutzung eines Electronic Turnaround Coordination Boards. Aber trotz vieler spannender Beispiele wurde auch deutlich: Ein innovativer Vorreiter ist das Stillstandsumfeld insgesamt nicht!

Im Fokus stand auch der Mangel an Fachkräften. Bei vielen Unternehmen verschärft sich die Personalsituation, wobei sich insbesondere der Rekrutierungsaufwand für Planer, Stillstandsleiter und Werker als schwierig darstellt. Als ein wesentlicher Kompensationsfaktor wurde in mehreren Unternehmen ein robuster Stillstandprozess benannt. Hier will u.a. auch die neue VDI Richtline zum „Turnaround Management in verfahrenstechnischen Anlagen“, an der derzeit gearbeitet wird, Hilfestellung geben.

 

Erfahrungsaustausch unter Experten

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der TAR Konferenz ist der Erfahrungsaustausch unter den Experten. So gaben auch dieses Jahr wieder Betreiber aus der Prozessindustrie und Energieerzeugung sowie Engineering-Spezialisten und Ausrüstungshersteller Einblicke in Best Practices, darunter namhafte Unternehmen wie BASF, Shell, Zellstoff Stendal, Borealis, BP, Covestro, ETHYDCO, Evonik, Merck, OMV, PKN Orlen, RWE Power, T.A. Cook, Wacker Chemie und Bayer.  Es wurden Lösungsvorschläge aufgezeigt und typische Problemstellungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Interaktive Diskussionsrunden zu Pre-TAR onboarding, Industrie 4.0 für Abstellungen sowie ein Abgleich der Sichten Betreiber-Dienstleister lieferten zusätzlich wichtige Einblicke. Während der Demo-Jam konnten sich die Teilnehmer außerdem über innovative Turnaround Tools & Apps informieren, unter anderem die neue Planning Software von T.A. Cook. „Bis zum nächsten Mal!“ war der häufigste Abschiedsgruß der Teilnehmer. Wie gut, dass der Termin schon fest steht – vom 23. bis 24.01.2019 in Potsdam.

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